Reiseapotheke

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Nun das Klima und die Lebensbedingungen in Sri Lanka geben hier Grund auch vor der Reise gesundheitliche Vorsorgemaßnahmen zu treffen. Wir dürfen trotz allem nicht vergessen, dass Sri Lanka immer noch zu einem der Länder der dritten Welt zählt.

Impfschutz 

Schutzimpfungen sind grundsätzlich keine vorgeschrieben. Sie gehören jedoch besonders bei Fernreisen zu den wichtigsten Vorbereitungen.

Impfschutz sollte grundsätzlich für alle hierzulande wichtigen Impfungen bestehen. Hier erwähne ich besonders die Tetanus( Wundstarrkrampf ) – Impfung.

Auf jeden Fall ist eine Kontrolle, ob der Impfschutz (10 Jahreszeitraum) noch besteht,zu empfehlen.

Der Erreger des Tetanus kommt unter anderem in Schmutz vor. Da in Sri Lanka die hygienischen Bedingungen vieler Orts nicht unserem Standard entsprechen, empfehle ich diese Impfung an erster Stelle.

Weiterhin empfohlen ist eine Impfung gegen Typhus. Erkrankungen basieren hier ebenfalls auf den hygienischen Verhältnissen in einem Land, in denen die sanitären Einrichtungen mangelhaft sind. So kann das auch an verschiedenen Orten in Sri – Lanka vorkommen. Der Typhus Impfschutz besteht für 3 Jahre.

Sri Lanka ist eine Malaria – Insel wie die meisten tropischen Gebiete. Für Urlauber besteht ein saisonales und/oder regionales Infektionsrisiko. Das Risiko kann aber ganzjährig als gering eingestuft werden. Für den Norden der Insel besteht ein höheres Risiko.

Gegen Malaria gibt es keinen Impfstoff, lediglich eine medikamentöse Vorbeugung. Hierzu sollte man seinen Arzt konsultieren.

Malariafrei sind die Distrikte von Colombo, Galle, Gampaha, Kalutara, Matara und Nuwara Eliya.  Ergänzend möchte ich jedoch anmerken, dass in den letzten 10 Jahren auch in allen anderen Distrikten der Insel keine Malaria Erkrankungen aufgetreten sind.

NEU: Im September 2016 erklärte die Weltgesundheitsorganisation Sri Lanka als malariafrei.

Die Insektenart genannt Moskitos gibt es auf der ganzen Insel. Sie werden meistens in den Abendstunden aktiv und stechen dann mit Wohllust.

Es muß darauf geachtet werden, dass ein Moskitonetz für die Nacht vorhanden ist. Haltet möglichst bei Einbruch der Dämmerung Türen und Fenster geschlossen. Bei Unterkünften mit Klimaanlage ist ein Moskitonetz nicht erforderlich. Aber auch hier Türen und Fenster besonders abends schließen. Für den entsprechenden Hautschutz ist ebenfalls Sorge zu tragen. Bei Sonnenuntergang sollte man sich vor Stichen mit entsprechender langer Bekleidung schützen.

Die besten bei uns erhältlichen Insektenschutzmittel sind AUTAN TROPICAL oder CITRONELLA-ÖL.

Was ich Euch aus meiner Erfahrung noch empfehlen kann, kauft Euch vor Ort  SIDDHALEPA BALM zur Vorsorge.Hat bei mir sogar im Regenwald die Blutekel abgeschreckt. Ich war  aufgrund einer Überraschung auf dieser Tour nur mit normalen Sandalen und nicht wie vorgeschrieben mit festem Schuhwerk unterwegs. Ihr erhaltet den Balm/Creme in jeder Apotheke, Drogerie und auch Supermarkt.

Ein weiterer Tipp ist SOFFELL. Auf das Anti-Mückenmittel schwören viele Besucher der Insel und ist bei uns, aber auch vor Ort im Food City oder der Apotheke erhältlich.

Habe jetzt ganz taufrisch einen Tipp von einem guten Freund erhalten, wie ihr bei Bissen durch Moskitos das lästige Jucken los werdet. Einfach Kamillosan mit etwas Wasser verdünnen und auf die betroffene Stelle auftragen. Das Jucken verschwindet, ist auch bei Sonnenbrand wirksam.

Nach meinen Erfahrungen sind unsere Insektenschutzmittel in Sri Lanka nicht langzeitig wirkungsvoll.  Also habt immer Insektenschutz zum Auffrischen in der Tasche.

Weitere Impfempfehlungen:

Hepatitis A,Hepatitis B bei engen sozialen Kontakten und Langzeitaufenthalten,

Tollwut besonders für Trekkingreisen und bei Langzeitaufenthalten,

Masern für alle Kinder,
Japanische Enzephalitis  –  bei Übernacht-Aufenthalten von mindestens 2 Wochen, speziell in ländlichen Regionen.

Ein Infektionsrisiko ohne Impfmöglichkeit besteht u.a. für:
Darminfektionen. Medikamente gegen Magen-/ Darmstörungen sollten sich in jeder Reiseapotheke befinden.

Bei Langstreckenflügen besteht durch mangelnde Bewegung Trombosegefahr.

Wenn man weiß, dass Gefährdung dahingehend besteht, dann auch hier den Arzt aufsuchen.

Abschließend sei noch bemerkt, dass jeder für sich entscheiden muß, welche gesundheitlichen Vorsorgemaßnahmen zu treffen sind.

Diese Empfehlungen beruhen lediglich auf meinen Erfahrungen. Garantie für Vollständigkeit kann man auf keinen Fall geben, da die Impf- und medikamentöse Prophylaxe vom gesundheitlichen Zustand jedes Einzelnen abhängig ist.

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